Comic und Manga

Jugendkulturen made in Japan
(Vortrag/Workshop)

Tokio is burning! Manga-Comics werden als Ausdrucksform verschiedener Jugendszenen auch in Deutschland immer populärer. So lassen sich etwa Fans des Visual-Kei-Rock und Cosplay-Rollenspieler_innen von Mangas inspirieren und spielen in ausgefallenen Kostümen ihre Lieblingsfiguren nach. Liebhaber_innen von Animee Zeichentrickfilmen und Manga-Serien zeichnen ihre eigenen Mangas und schreiben neue Storyboards. Bezeichnend für alle Manga-Anhänger_innen ist der so genannte J-Style: die Nachahmung der japanischen Popkultur. Darunter versteht man z. B. auf der ästhetischen Ebene die typischen Stilelemente des Manga wie die übergroßen Augen und kindlichen Gesichtszüge insbesondere der weiblichen Figuren. Mangas gibt es zu den unterschiedlichsten Themen, wie Science Fiction, Erotik oder Krimi, und für die verschiedensten Zielgruppen (u. a. speziell für Mädchen bzw. Jungen, Homosexuelle, Frauen und Geschäftsleute).

Dauer Vortrag: 2 Std.
Dauer Workshop: 4 Std.
Teilnehmer_innenzahl: max. 15 Personen (Workshop)
Zielgruppen: Jugendliche ab 12 Jahren, Lehrer_innen, Jugendarbeiter_innen und andere Berufsgruppen/erwachsene Interessierte

Comic und Manga
(Vortrag/Workshop)

Comics und deren japanische Variante, Mangas, sind heute mehr denn je ein wichtiges Ausdrucksmittel und Bezugssystem vor allem für Jugendliche. In Japan gibt es Mangas für alle erdenklichen Zielgruppen, die hier erscheinenden Hefte richten sich aber zumeist an Teenager und lassen sich dem Romance- oder Action/Fantasy/Science Fiction-Genre zurechnen. In oft mehrere tausend Seiten umfassenden seifenoperartigen Serien finden sich auch sensible Geschichten zu Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe oder pubertäre Identitätsfindung. Parallel dazu haben sich sogenannte „Graphic Novels“ als ernstzunehmende Ausdrucksformen zwischen Literatur und Bildender Kunst etabliert. Die bekanntesten sind wohl der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Holocaust-Comic „Maus“ und „Persepolis“, die Autobiografie der Iranerin Marjanne Satrapi. Kurzum: Die heutige Comic-Kultur ist ein Erzählmedium ohne inhaltliche oder stilistische Grenzen, ähnlich wie die Literatur oder der Film. In einer immer stärker von Bildschirm-Medien dominierten Welt machen Kinder und Jugendliche oft ihre ersten  Lesefreude-Erfahrungen mit Comics und Mangas. Als Ausdrucksform besteht die Attraktivität für Jugendliche vor allem darin, dass kein anderes erzählerisches Bildmedium die Möglichkeit bietet, eigene Ideen und Geschichten so direkt umzusetzen und zu veröffentlichen. Dementsprechend existiert eine sehr offene, international vernetzte Comic-Fanzine-Szene, in der die meisten der heute wichtigen Comic-Autor_innen angefangen haben. Im Vortrag wird die Geschichte des Mediums besprochen und die Vielfalt an Stilen und Themen präsentiert. Daraufhin werden grundlegende Techniken des Erzählens (Drei-Akt-Struktur etc.) erläutert, gefolgt von einigen Tricks und Tipps zur Umsetzung in Comicform. Diese Erkenntnisse versuchen wir dann im Workshop umzusetzen, indem wir gemeinsam spielerisch zu einem vorgegebenen aktuellen Thema Charakter und Geschichten entwickeln. Diese Geschichten werden dann gemeinsam in einem kopierten „Mini-Comic“-Heft zusammengestellt, wovon alle Teilnehmer_innen ein Exemplar erhalten.

Dauer Vortrag: 1-2 Std.
Dauer Workshop: 3-4 Std.
Teilnehmer_innenzahl: max. 15 Personen (Workshop)
Zielgruppen: Jugendliche ab 12 Jahren, Lehrer_innen, Jugendarbeiter_innen und andere Berufsgruppen/erwachsene Interessierte

Manga-Zeichnen
(Workshop)

Nach einer Einführung in Geschichte und Ursprünge der Mangakultur in Japan und Deutschland kannst Du selbst Charaktere (Mensch, Tier, Fantasiewesen ...) zeichnen, Mangabilder mit Buntstift ausmalen, Mangastrips erstellen.

Dauer Workshop: 4 Std.
Teilnehmer_innenzahl: max. 15 Personen
Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahren